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DRK Feier – 22.02.2017

Zum „Dankeschön-Fest“ hatte der Kreisverband Bodenseekreis des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Mittwochabend die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe ins DRK-Zentrum in Friedrichshafen eingeladen. Rund 130 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Joachim Kruschwitz, Präsident des DRK-Kreisverbands Bodenseekreis, freute sich in seiner Begrüßungsansprache, dass die Veranstaltung so großen Zuspruch gefunden habe. In seinem Rückblick ging er auf die Herausforderung ein, 1800 Menschen eine Zuflucht zu geben. Dafür habe man aus verschiedenen Ämtern einen Stab gebildet, der sich um die verschiedenen Aufgaben gekümmert habe.

Vorrangig ging es um die Aquirierung von Wohnungen, um die Belegung von sieben Hallen für die kurzfristige Unterbringung und um die Verpflegung. Leider habe man auch für die Bewachung der Menschen sorgen müssen, da deren Unterkünfte teilweise bedroht worden seien. Er wandte sich an die Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz einen erheblichen Anteil der Flüchtlingssozialarbeit gestemmt hätten: „Sie haben Zeit gespendet, das ist wertvoller als Geld. Dafür wollen wir uns bei Ihnen bedanken“, betonte er.

Neues Zuhause

Yalcin Bayraktar vom Amt für Migration und Integration des Landratsamts Bodenseekreis erklärte in seinem Beitrag: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Das ist nur durch die Unterstützung der ehrenamtlichen Betreuer möglich.“ 2016 habe man 22 Sprachkurse anbieten könne, damit liege man in Baden-Württemberg mit an der Spitze.

Der Integrationsprozess beginne am Tag der Ankunft. So gebe es Sprachbegleitung, die Kinder gingen in die Schule oder in den Kindergarten und nutzten weitere Zusatzangebote.

Eine logistische Herausforderung sei es, für die Anschlussunterbringung der Menschen zu sorgen oder sie in eine andere Flüchtlingsunterkunft zu bringen. So wurden 2016 sozusagen 3000 Menschen „bewegt“. Barbara Ludwig ist Flüchtlingssozialarbeiterin beim DRK und leitet ein Team von 13 Kollegen. Sie lobte die Arbeit der Begegnungsstätten, die 2016 von den Ehrenamtlichen gefestigt und etabliert wurden. Jeder Kontakt, der in diesem Rahmen geknüpft werde, sei wertvoll. Sie freute sich darüber, dass nach Schließung der Hallen viele Menschen vor Ort in der Gemeinde ein neues Zuhause gefunden hätten und dass viele Kontakte aus der Notunterkunft auch weiter bestünden. Musikalisch wurde der Abend vom Ensemble des türkischen Arbeitnehmervereins Friedrichshafen eindrucksvoll begleitet. Fast 20 Musiker und Sänger bereicherten die Veranstaltung mit ihren Liedern. Im Anschluss konnten sich die Gäste an einem Buffet bedienen und den Abend ausklingen lassen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

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